FOTOS | Gästeehrung 24. Februar 2016

25. Februar 2016, 11:29

Auch diese Woche war das Saalbacher Heimathaus bis auf den letzten Platz gefüllt mit treuen Stammgästen und ihren langjährigen Gastgebern.

GASTBEITRAG | Von Schneimeistern und großen Raupen

22. Februar 2016, 12:17

Aufstehen, Frühstücken, Umziehen, ab auf die Skier. Viele Urlauber empfinden das Skifahren auf präparierten Pisten als selbstverständlich. Sie bedenken oft nicht, dass andere für den perfekten Skitag schon einiges gearbeitet haben.

In der Wintersaison sind ungefähr 2,3 Millionen Wintersportler im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn unterwegs. Schon früh am Morgen, wenn die meisten Urlauber noch schlafen oder beim Frühstück sitzen, wird auf den Bergen alles für den perfekten Zustand der Pisten vorbereitet. Am Bernkogel, einem Berg in Saalbach, sieht ein typischer Morgen so aus:

4:00 Uhr
Früh am Morgen steigt Hannes Geisler in seinen Pistenbully. Er ist schon seit 16 Jahren Pistenraupen-Fahrer, und das mit Leib und Seele. »Man muss schon Spaß daran haben«, erklärt er. In der Nacht hat es Neuschnee gegeben, deswegen werden vor allem die flachen Pistenabschnitte morgens noch einmal präpariert. Sonst fahren die Raupen erst abends los. Hannes Geisler und vier andere kümmern sich um den Hang am Bernkogel und vier weitere Hänge.

Sie beobachten den Wetterbericht und entscheiden dann, ob sie nur abends oder auch morgens präparieren. Jeder hat seinen Aufgabenbereich und weiß genau, wie er wo fahren muss. »An steilen Abschnitten hängen wir uns mit der Seilwinde im Berg ein, sonst würde die Pistenraupe wegrutschen«, sagt Hannes Geisler, »außerdem muss man vor dem Fahren schauen, wo man am besten langfährt. Man muss den Berg schon kennen.« In der Pistenraupe ist es angenehm warm, das Radio läuft. Der Pistenbully kann fünfeinhalb Meter in der Breite auf einmal bearbeiten. Jede Nacht verbraucht das 14 Tonnen schwere Fahrzeug rund 250 Liter Diesel.

7:00 Uhr
Johann Maurer kommt zur Arbeit. Er ist einer von zwei Betriebsleitern am Bernkogel und beaufsichtigt alles, was mit den Pisten und Liften in seinem Zuständigkeitsbereich zu tun hat. Über Nacht steht die Seilbahn zur Bernkogel Mittelstation still, sie wird morgens wieder gestartet. »Wir machen jetzt erst fünf Minuten Leerfahrt«, erklärt Johann Maurer. Das bedeutet, dass sich nur das Seil der Seilbahn dreht und die Gondeln noch nicht eingehängt sind. Die Leerfahrt löst Schnee und Eis vom Seil und gleichzeitig können die Maschinisten überprüfen, ob am Seil alles in Ordnung ist. »Wir messen auch jeden Morgen Seilspannung und andere Dinge«, sagt der Betriebsleiter, »die tragen wir dann in einem Buch ein«.

In der Talstation hängen vier Gondeln der Bernkogelbahn. Sie bringen am Abend die letzten Mitarbeiter vom Berg ins Tal, und morgens werden die ersten Mitarbeiter entsprechend nach oben gefahren. Neben den Gondeln stehen außerdem große Milchkartons und ein Rollwagen mit Kartoffelsäcken und weitere Lebensmittel. »Wir bringen auch Lebensmittel zu den bewirtschafteten Hütten am Bernkogel«, erklärt Jakob Niederseer. Er ist ist der zweite Betriebsleiter am Bernkogel und außerdem zuständig für zwei weitere kleine Lifte in der Nähe des Bernkogels.

7:30 Uhr
Die Mitarbeiter der Bergstationen besteigen die ersten Gondeln. Sie kommen mit ihren Skiern und unterhalten sich angeregt. Alles sind Männer. Das ist kein Zufall, denn in der Tat arbeiten bislang nur wenige Frauen direkt an den Liftstationen.

Zwei weitere Männer kommen um die Ecke. Sie stellen ihre Skier in die vorgesehenen Halterungen an den Türen der Gondel und steigen ein. Gerd Höller und Robert Schernthaner sind von der Pistenrettung. Sie sind ebenfalls zuständig für den Pistenabschnitt Bernkogel. Insgesamt gibt es im Skicircus mehr als 30 Pistenretter. »Wir machen ja nur die Erstversorgung«, erklärt Gerd Höller, »Spritzen geben dürfen wir nicht. Das macht dann der Arzt.« Robert Schernthaner und Gerd Höller arbeiten heute im Team. Neben der Bergung und Versorgung von Verletzten kontrollieren sie Absperrungen und Beschilderungen der Pisten. »Die Pistenrettung macht regelmäßig einen Pistencheck. Sie müssen Fangzäune reparieren, umgefahrene Schilder wieder aufstellen oder die Schneekanonen absichern«, beschreibt Jakob Niederseer die Arbeit der beiden Männer. Die Pistenretter fahren je morgens, mittags und abends Kontrollfahrten per Ski. Hauptsächlich sind sie aber Pistenretter, wie es der Name schon sagt. »Die meisten Verletzungen entstehen an Knie und Bändern«, meint Gerd Höller.

7:40 Uhr
Auf dem Weg mit der Gondel vom Tal zur Mittelstation fallen die Schneekanonen auf. Große gelbe Ungetüme stehen auf den Pisten. Allein im Bereich Bernkogel sind es 95 Stück, weiß Jakob Niederseer. In dieser Saison wurden schon 3000 bis 4000 Kubikmeter Wasser verschneit. Jetzt, Mitte Februar, werden die Kanonen nicht mehr genutzt. »Bald ist ja schon März und dann ist es bloß noch einen Monat, in dem wir Skibetrieb haben«, erklärt Niederseer, »die Bauern wollen auch gern irgendwann wieder auf ihre Wiesen.« Die Schneekanonen sind übrigens computergesteuert. Trotzdem gibt es aber einen Schneimeister. Der entscheidet, wie viel wann wo beschneit werden muss. Der entstandene Kunstschnee wird dann von den Pistenraupen verteilt und präpariert.

Kurz vor der Mittelstation sieht man aus der Gondel ein Schild am Rand der Piste. »Achtung, Pistengerät im Einsatz«, blinkt es in roter Schrift. »Das können wir jetzt mal ausschalten,« sagt Jakob Niederseer und nimmt sein Handy aus der Jackentasche. »Bis halb neun müssen die Pistenbullys ja alle wieder unten im Tal sein, die werden gleich wohl runterfahren.« Er tippt ein paar Tastenkombinationen auf seinem Handy ein und verkündet: »So, das Schild ist aus«.

7:45 Uhr
Die Mitarbeitergondeln sind an der Mittelstation angekommen. Jetzt beginnt auch der Arbeitstag von Maschinist Christian Ralser. Er arbeitet schon seit 25 Jahren am Bernkogel. Zur Gondelbahn gehören insgesamt 82 Gondeln, die im Abstand von 58 Metern ins Seil gehängt werden. Die übrigen 78 Gondeln, die noch nicht an der Seilbahn sind, verbringen die Nacht im Keller der Mittelstation. Sie werden von Christian Ralser jetzt mit einer Art Lift aus dem Keller nach oben gefahren und nach und nach ins Seil eingehängt. »Wir dürfen die Gondeln aus Sicherheitsgründen über Nacht nicht draußen lassen«, erklärt der Maschinist den großen Aufwand. Während des laufenden Skibetriebs ist er für die Sicherheit der Wintersportler zuständig. Er entscheidet zum Beispiel auch, dass die Gondelbahn aufgrund von schlechtem Wetter oder starkem Wind langsamer laufen muss oder »leer laufen muss«, also geschlossen wird. Dann werden keine Gäste aus dem Tal mehr nach oben befördert.

Damit die Wintersportler aber von der Mittelstation Bernkogel weiter nach oben fahren können, müssen die Mitarbeiter jetzt zu ihren Arbeitsplätzen gebracht werden. Entweder fahren sie selbst mit den Skiern zu ihrem Arbeitsplatz oder sie werden mit einem Fahrzeug dorthin gebracht.

8:10 Uhr
Hannes Geisler ist im Tal angekommen und hat seinen Job erledigt. Geschickt lenkt er seinen Pistenbully in die Garage. Dort arbeitet er nach der Wintersaison auch weiter in der Werkstatt und kümmert sich mit einem Kollegen um die Wartung und Instandhaltung der Pistenraupen. »Die Fahrzeuge sind sehr pflegeintensiv«, erklärt er.

Um 8:30 Uhr wird der Bernkogel für die Wintersportler freigegeben. Die Gondeln sind alle eingehängt, die Maschine steht noch einmal ein paar Minuten still. Die Ruhe vor dem Sturm, das finden auch die Mitarbeiter an den Kassen.

Nach dem Skitag sollten alle Mitarbeiter der Bergbahnen sowie die Ski- und Snowboardfahrer bis 17 Uhr den Berg verlassen haben. Dann beginnt für die Pistenbully-Fahrer nämlich ihr Arbeitstag.

Gastbeitrag von Lena Gerbig – hier geht’s zum Original im Glückstageblog

Fotos | Gästeehrung 17. Februar 2016

19. Februar 2016, 13:58

Auch bei der dieswöchigen Gästeehrung im gemütlichen Stüberl des Saalbacher Heimathauses konnten sich langjährige Gäste über Treuegeschenke freuen. Für die musikalische Umrahung sorge einmal mehr Alphorn-Legende Hubert Wörister.

FOTOS | Gästeehrung 3. Februar 2016

4. Februar 2016, 11:02

Volles (Heimat-)Haus bei der dieswöchigen Gästeehrung. Wiederholt konnten sich Vertreter der Bergbahnen und des Tourismusverbandes bei langjährigen Gästen für die Treue zu Saalbach Hinterglemm bedanken.

FOTOS | Gästeehrung 27. Januar 2016

28. Januar 2016, 16:24

Auch bei der zweiten Gästeehrung des heurigen Winters war die Stimmung im Heimathaus sehr ausgelassen. Langjährige Saalbach Hinterglemm-Freunde konnten sich über Geschenke freuen. Überreicht wurden diese von Tourismusdirektor Wolfgang Breitfuß und Melanie Altenberger von den Bergbahnen. Für den richtigen musikalischen Schmäh sorgte wie immer Hubert Wörister mit Zugin, Glocken und Alphorn.

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